Seit langer Zeit wünschte ich mir einen Backofen mit Dampf/Befeuchtungsfunktion um endlich wie in einer echten Bäckerei Brot und Brötchen herstellen zu können. Natürlich kann man auch einen Wasserzerstäuber benutzen um das nötige Klima im Backofen zu schaffen aber dennoch ist ein ‚Profigerät‘ mit Automatik und verschieden Programmen natürlich die bessere Wahl.
Die Mindestanforderungen waren schnell definiert und eine Nutzwertanalyse erstellt. Das tolle an so einer Nutzwertanalyse ist natürlich, dass man sich die wichtigen Eigenschaften selber heraussuchen und bewerten kann (insofern ist das Modell natürlich ganz objektiv und Neutral ;-)).
Im Internet habe ich dann mein (auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten) bestes Modell gefunden. Bei GGM Gastro gab es einen Kombidämpfer mit Festwasseranschluss der auch für Privatanwender einigermaßen erschwinglich ist. Wer mich kennt der weiß, dass ich niemals den UVP einer Ware zahle.
Also auf ans Werk den Hersteller dieses ‚OEM‘ Gerätes ermittelt und direkt in Italien nach einem Preis gefragt. Zuerst erhielt ich die Antwort, das GGM Gastro der Alleinimporteur dieser Geräte in Deutschland ist und ich mich an diese Firma wenden müsste. Natürlich hat man in BWL aufgepasst und kennt Geert Hofstede und seine Kulturdimensionen. Demnach nehmen es Italiener nicht immer so genau mit Ihren Verträgen und Regeln und letztendlich ist so eine Exklusivvertrag ja doch auslegungssache oder? Nach einem sehr netten persönlichen Gespräch mit dem Vertriebsleiter und einer Email stand einer Bestellung zum Großhändlerpreis nichts mehr im Wege – dachte ich.
Nun musste die Anschaffung noch im Familienkreis eine Freigabe erhalten, eigentlich eine Formalie. Die vorgelegten Unterlagen insbesondere die doch stattliche Größe und das Design des Profigerätes (Mann kann darin locker ein Spanferkel zubereiten) stießen auf Ablehnung. Die Nutzwertanalyse musste in einigen Punkten überarbeitet werden und einige Pflichtkriterien wurden hinzugefügt. Zudem wurde beschlossen einen rudimentären Kostenvergleich wenn nicht sogar eine Kapaitalwertanalyse der potentiellen Kandidaten durchzuführen. Der Kapitalzinsfuss für die Berechnung wurde auf mein drängen hin mit 0,25% festgelegt und die zu erwartenden ‚Einnahmen‘ als das Delta zwischen Kauf beim Bäcker und eigenen Herstellungskosten definiert. Für die Mengen wurden theoretische Werte der zu produzierenden Backwaren angenommen. Nun mussten noch Geräte gefunden werden die die Nutzwertanalyse überstehen und die auch die Investition rechtfertigen (Make or Buy decision).
Bei einer erneuten Suche kamen nur zwei Kandidaten in die nähere Auswahl. Ein Gerät von Miele welches bei der wirtschaftlichen Analyse durchfiel (4x so teuer) und ein Gerät von Neff.
Letztendlich viel damit die Entscheidung auf einen Neff VarioSteam Backofen, der wirklich hervorragende Ergebnisse liefert.
Gekauft habe ich den Backofen hier: Küchentreff Liebold
Weiterführende Informationen zum Backofen kann man bei Neff erhalten.
Ein Video über den Backofen gibt es hier zu sehen:
Weitere Videos gib es hier:
CiroTherm (Heissluftsystem)
Neff auf Youtube
Nun sind in der Küche also drei Geräte für unterschiedliche Aufgaben verbaut:
- Ein Siemens Backofen (bestandsgerät) mit Pizzafunktion (320°C) und sehr genau regelbarere Niedertemeraturfunktion.
- Ein kleiner 1/2GN Kombidämpfer (Dampfgarer) von Neff
- Der Neff VariaoSteam Backofen.
Was sich mit diesen Geräten zaubern lässt werdet Ihr in den nächsten Bolgeinträgen sehen ….

